Heimatverein Bösensell

Berichte zu unseren Veranstaltungen

Montag, 13. Juli 2026

Gelungene Radtour des Heimatvereins Bösensell

Mehr als 20 Personen ließen sich am Sonntagmittag von der Sommerhitze nicht abschrecken und kamen zum Bösenseller Kirchplatz, um an der diesjährigen Radtour des Heimatvereins Bösensell teilzunehmen.

Zunächst ging es die Roxeler Straße entlang zur „Speckbrücke“. Dort erläuterte Manfred Große-Höckesfeld sehr kenntnisreich deren Geschichte. Nach der Zerstörung der Vorgänger-Brücke durch ein Hochwasser am 8. Februar 1946 war unter maßgeblicher Beteiligung der Anwohner (darunter auch Manfred Große-Höckesfelds Vorfahren) eine neue Brücke entstanden. Deren Errichtung war wegen des rapide fortschreitenden Geldwertverfalls nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem erheblichen Teil mit Naturalien bezahlt worden – daher der Name „Speckbrücke“.

Anschließend ging es zum kürzlich eingesegneten Bildstock in der Schützenstraße, deren Mittelpunkt eine Christus-Statue der ehemaligen „Schöllingschen Kapelle“ an der Weseler Straße bildet. Norbert Große Kintrup schilderte kurz die jahrelangen Bemühungen einer an deren Wiedererrichtung interessierten Bürgerinitiative.

Danach führte der Weg zum Streusalzdepot an der Weseler Straße. Dort wies Manfred Große-Höckesfeld darauf hin, dass sich auf der anderen Seite der Straße bis weit ins 19. Jahrhundert am Helmerbach ein „Hof Helmer“ befunden hatte. Walter Plöger, der auf einem diesem gegenüberliegenden Hof aufgewachsen war, hatte ihm viele interessante Erinnerungen und wertvolle Informationen zur Verfügung stellen können.

Nach diesem Vortrag radelte die Gruppe zum Hof Schulze Mönking in der Sendener Bauerschaft Bredenbeck. Dort gab Ralph Schulze Mönking interessante Erläuterungen zum Anbau und zur Verarbeitung der „Junibeere“, einer Felsenbirnenart. Die gastlich aufgenommenen Radler konnten sich durch die Einnahme von Kostproben wie z.B. Getränken oder einer aus der „Junibeere“ hergestellten Konfitüre von deren Schmackhaftigkeit überzeugen.

Vor allem während der Weiterfahrt zu „Gosselmanns Hof“ wurde angesichts der zunehmenden Hitze der in Bredenbeck von zahlreichen Bäumen gespendete Schatten als wohltuend empfunden.

Nach der Einnahme von Kaffee und Kuchen begaben sich die Radler noch zu dem auf „Gosselmanns Hof“ befindlichen „Kunstbalken“, um die Ausstellung „Glaube, Hoffnung, Liebe“ mit religiösen Werken des 2014 verstorbenen Künstlers Heinz Kupfernagel zu besuchen. Dessen Sohn Thilo gab in einem Vortrag etliche interessante Informationen.

Danach ging es zurück nach Bösensell, wo die etwa vierstündige Radtour auf dem Kirchplatz ihren Abschluss fand.



Vorheriger Bericht:
19.5.2026: Radtour der Bösenseller Wegewarte